VER- oder BEmerk-/DENkensWERT

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Denken - > Sprechen³

Über- oder bedenkenswert (Pt. 22c)


"Ich bin nicht hier um zu denken, sondern um zu lenken."
(Verschwurbelter Spruch eines Bekannten)

Im dritten und letzten Teil [#1 / #2] stelle ich mir nicht die Frage, wie schlecht die deutsche Übersetzung im damaligen Simpsons-Film war, sondern gehe flauschigeren Überlegungen nach, in denen sich vielleicht auch der Leser wiederfinden kann. 

Bei einer Welt voller Sprachdenkern überlege ich mir oft, wie frei deren Gedankengut ist, wenn es doch nahezu ständig von den Erlebnissen eines Tages beeinträchtig ist/wird. Aus Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass es ein Bilderdenker wohl nicht viel einfacher hat. Trotzdem sind seine Gedanken freier, denn Bilder kann man leichter formen, vor allem auch ohne viel dabei zu denken. Es fließt einfach vor sich hin, so dass man auch andere Einblicke bekommt, wie die Dinge eben auch hätten laufen können. Es ist wie ein Einblick in eine parallel verlaufene und vergangene Zeit. Und dabei ist es kein Konstrukt, das man aufbaut, sondern eines, das vorhanden war und ist, weil es bereits in der inneren Welt erschaffen wurde. Würde man also in der Zukunft in einer ähnlichen Situation befangen sein, würden sich diese Bilder verwirklichen - ja, manifestieren in der Wachwelt. So gesehen hat das Gedankengut eines Bilderdenkers geradezu schöpferische Tendenzen. Es ist frei von Raum und Zeit, nicht begrenzt auf irgendetwas.

Und dennoch sind viele befangen. Diese heutige Lebensweise hält einen überwiegenden Teil der modernen Weltbevölkerung in seinen Klauen in Bezug auf das Denken. Von Menschen in industriellen Ländern, in einer "westlichen" angehauchten Welt, wird täglich viel abverlangt. Ich würde sogar behaupten, dass diese Art des Lebens nur möglich ist, wenn die Gedanken unterdrückt werden. 
Das alles klingt sehr flauschig, aber wenn man mal bei sich persönlich darüber reflektiert, wird das Bild klarer. Wie verläuft so ein Tag? Mit was muss man sich alles beschäftigen, dass einem davon abhält über die wahre Bestimmung nachzudenken? Und das ist erst einmal nur ein Schritt dahin, nämlich am Ende dieser Bestimmung auch überhaupt nachzugehen bzw. nachzukommen. Und es geht hier zum einen um das Individuum alleine und zum anderen um das eigenständige Konstrukt der menschlichen Gesellschaft zum anderen. Beides ist wichtig.

Die Sprache dagegen (...) ist eine Barriere, die der Mensch erschaffen hat, um Menschen voneinander abzugrenzen. Es ist ein Irrglaube, dass man mit der Einung von Sprache oder einer globalen Welteinheitssprache auf kurz oder lang der gesamten Menschheit etwas Gutes tut. Trotzdem ist es erstrebenswert diesen Schritt langsam zu gehen, allerdings mit anderen Motivationen oder Ausblicken auf die weitere Zukunft einer gemeinsamen Weltbevölkerung. Das Gesamtziel sollte darauf hinauslaufen, dass Menschen in der gleichen Sprache denken, um am Ende mittels dieser auch Bilder zu erschaffen. Noch besser wäre es natürlich, wenn alle in Bilder denken könnten. So oder so, am Ende dieser langen Vorlaufzeit wäre es dann möglich sich über erschaffene Bilder visuell oder gefühlt zu unterhalten.
Ich möchte diese wirren Gedanken herunterbrechen, indem ich einfache Aussagen bringe, die "geglaubt" werden dürfen: Die Sprache Gottes ist universell. Er spricht über seine Schöpfung zu uns. Es ist ein beständiges Gespräch und trotzdem herrscht eine Stille in der Natur, die uns mit allen Sinnen erfasst - so wir es zulassen - und uns zur Ruhe bringt. Dafür braucht man nicht mal sehen.
Mit diesen geschriebenen Gedanken beende ich unvollkommen und abrupt.

"Wenn das Herz denken könnte, stünde es still."
(Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe)

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Denken - > Sprechen

Über- oder bedenkenswert (Pt. 22)


Diese Gedanken sind schon seit langem geformt, die Bilder existieren seitdem sie auf meinen NotizblockG wanderten. Danach sind sie aus mir entschwunden, vor ein paar Tagen habe ich sie wieder in den Gestaden ihrer Existenz aufgegriffen, damit ich sie erneut zu Bildern forme, mit dem Wissen das sie bei einer Niederschrift in der gegenwärtigen Sprache erneut gesamtheitlich verblassen werden.  
Ich empfehle eine Vorabliteratur, speziell dazu meinen Kommentar (direktverlinkt):

Frank schreibt hier Folgendes, das auf eine Vielzahl der lebenden Bipeden zutrifft:

"Wir denken mittels Sprache, Punktum. Deshalb sind Sprache und Denken an sich Werkzeuge der Welterkennung und Verarbeitung, die unser Überleben sichern sollen. In degenerierten Zeiten der Dekadenz, die fließend in die Krise bzw. den darauffolgenden Niedergang einer Kultur übergeht, ist auch die Sprache degeneriert bzw. das damit zusammen hängende Denken."

Ergänzend dazu erkläre ich mich unvollständig selbst, ich, der sich zu einer Minderzahl zählt, auf die jene Worte nicht zutreffen, nicht können und niemals dürfen. Und um es vorweg zu nehmen: jene Minderzahl sollte meiner bescheidenden Meinung nach in der Überzahl sein.* 
Ich stolperte heute "zufällig" über einen Satz - "Der Raum des Denkens ist nicht identisch mit dem Raum der Wahrnehmung." (Quelle) -, der mir den Einstieg erleichtert (und ab jetzt das Bild verwässert) [auch für diesen "Zufall" muss ich oben Zitierten danken, der einen anderen Artikel auf dieser Website heute über ein soziales Netzwerk verströmte]. Der Inhalt stimmt in dem Sinne, dass er die aktuellen Verhältnisse in der Breite überaus gut darlegt. Und das bezeichnen ich aus meiner Warte betrachtet als kritisch, denn: Ich denke in Bildern. Jedoch ist das nicht alles, was meine Gedanken beeinflusst. Das muss aber niemand wissen, mein visuell-synästhetisches-Gefühls-Ich betrifft eben nur mich, wohl auch andere Artigkeiten meiner Person (in welcher Definition auch immer). 

Wenn ich so recht überlege, denke ich gerade an ein Bild. Eine Abbildung, welche ich zu illustratorischen Zwecken in einer Verschwörungstheorie begrub. Es lebt noch, gerade jetzt, bildlich. Sprachlich erläuterte ich dort nebensächlich und sinnbildmäßig, dass ein Albert Einstein oder ein Leonardo Da Vinci "all ihre erzielten Leistungen [...] ausschließlich über die Visualisierung bzw. vielmehr über die Phantasie der Vorstellung" errungen. Das muss eine offene Schlacht zwischen der rechten und linken Hemisphäre des Großhirns gewesen sein, die wohl in einem Hin- und Her über eine Art von Balkenbrücke namens Corpus callosum mit guter Substanz ausgefochten wurde. Vielleicht benutzten sie auch Säbel statt Degen, gut möglich, dass es friedlich verlief. Bei mir funktioniert das jedenfalls nicht so prächtig, weil ich mit der Sprache der heutigen Zeit nicht so zurechtkomme. Das liegt daran: Übermäßig viele Worte sind bild- und farblos, sie sind ohne Bedeutung und/oder werden mit falscher oder keiner Intonation ausgesprochen, haben ihre ursprüngliche Bestimmung verloren. Das ist fade und wirkt mitunter geschmacklos und gefühlsneutral, um es schön auszudrücken. Drücken ist genau das, was ich augenscheinlich bei Monologphasen solcher Art gerne unternehmen würde. Zerquetschen beschreibt es besser, zermalmen und gegen die Windrichtung werfen. Vielleicht entsteht ja ein Bild, das sich auf meine Augenlieder legt? Was bleibt mir also anderes übrig außer ständig umzudenken? Nichts, leider.

Und doch, es gibt so ein paar Möglichkeiten, eine benutze ich gerade. Ich kann das erklären, mit Sprache, indem ich sie verwende, also deren Buchstabenzeichen. Die gefallen mir aber nicht, deswegen forme ich lieber die 10 einstelligen Zahlen [0-9] zu Farben um und weise sie Buchstaben in der Reihenfolge zu. Damit wirkt alles viel farbenfroher. 
Eine Alternative dazu: Ich ergreife in einem Gespräch ein bildhaftes Wort aus dem gesamten (für mich unzusammenhängenden) Gestammel heraus und schmücke es mit einer Geschichte von mir aus meinem bunten Leben. Das führt jedoch in der Regel zu Irritationen beim jeweiligen Gegenüber.   
Eine dritte Angehensweise ist das Herablassen auf die Sprache. Dann schalte ich einfach mein bildhaftes Denken aus und argumentiere nur noch nach der Logik. Meistens gelingt das aber nicht, weil ich erneut Metaphern benutze, auch wenn diese manchmal nur dazu dienen mir etwas Zeit zu verschaffen, wie z. B. "mir liegt es auf der Zunge" (ich schmecke das Wort, das ich suche). Die geäußerten Worte werden dann sprunghaft, was aber nichts mit meinen Bildergedanken zu tun hat. 
Eine vierte Methode ist das Erzählen einer Geschichte zwecks Umschreibung. Das gelingt mitunter ganz gut, sofern sich die Hörerschaft auf ein visuelles "Stell dir vor" einlässt.   

Was ich so festgestellt habe: Bilderdenker wirken langsamer als "Normalos", aber ehrlich (nicht ehrlicher). Menschen, deren Worte aus ihrem Hirn nur so fließen, die ihre Gedanken auf der Zunge haben, denken schneller und sind auch ehrlich. Die Gefahr besteht nur dahingehend, dass Sprach(-/Verbal)denker die Fähigkeit besitzen ihre Gedanken nicht ungefiltert aus dem Mund zu bringen, dazu reicht ein kurzes "Umdenken". Der Gebrauch dieser Unart nennt sich dann im äußersten (Regel-)Fall: Lüge. Bilderdenker können das auch, jedoch müsste sie sich dabei selbst betrügen. Warum? Weil Bilder von Bilderdenkern dreidimensional sind, geschriebene oder gedruckte Buchstaben bei Sprachdenkern eben nur in zwei Dimensionen existieren (in der Länge und der Breite). 

Die Frage wäre: Ist es eine Wahrnehmungsstörung, wenn man Buchstaben von ihren Zeilen befreit, sie im Raum schweben lässt, sie formt und ihnen Farben zuweist o. ä.? Beraube ich mir jetzt einer Art von Rhetorik, um zu verbildlichen, dass man Schreibfehler nur sehen, aber in ihrer gepressten Zweidimensionalität nicht hören, fühlen, riechen, tasten oder schmecken kann?  


Mein Beitrag hat keinen "roten Faden". Ich übersetze die zwei Wörter zwischen den Interpunktierungen jetzt auch nicht, weder in Zahlen noch in deren Farbkennung. Es hat (auch so) zu genügen. Ich nehme den Faden aus dem Nadelöhr, rolle ihn auf, lege das Stechinstrumentar ab und befördere beides in meinen Nähbeutel - verschließe ihn mit einem Ruck am Reißverschluss -, der wiederum in die unterste Schublade eines Nachtkästchens wandert. Da ist schon viel drin, aber das passt noch rein. Ich bin der Sprache zu müde, um alles genauer und überhaupt zu bebildern. Vielleicht existiert es deswegen auch nur ganz banal und beiläufig. Und doch kann jeder erfahren, meist unterbewusst, dass er bei einem Gespräch mit einem Bilderdenker auch Bilder empfängt. Sie schweben im Raum, man muss sich nur darauf einlassen. Das ist nichts anderes, als wenn man berieselt von Musik in andere Sphären geschwungen wird. Wach- und (die andere Realität der) Traumwelt fließen ineinander.  

___
*Vielleicht genügt es auch, wenn unsere Sprache mehr bildhafte Wörter beinhalten würde.

Dienstag, 3. Mai 2016

no name²

Über- oder bedenkenswert (Pt. 7bc)

"Der Schwache wird von seinem Namen bestimmt,
der Starke bestimmt seinen Namen."
(das ist irgendwie halb geklaut)


Es ist und war meine innere Bestimmung, die mich (eh und je) leitet(e), und eben just heute nun auch und doch noch (hin) zu jenem Nachfolgeeintrag von no name verleiten ließ. Diesen ersten Post sollte man vielleicht auch lesen, damit man meine Gedanken geschmeidiger nachvollziehen kann; ich will aber nicht von einer Notwendigkeit sprechen, das wäre ja fast schon Nötigung. Ich lege lieber Leitungen, die mich vom "verleiten" zum "einleiten" bringen und darüber hinaus.

Dieser no name Blogpost [ich verlinke ihn nicht noch mal, versprochen] war etwas ruppig geschrieben, ich hoffe dies mit Wortspielerei hier und heute auch hinzubekommen. Die grundsätzliche Aussage ist egal, aber das angedeutete Konzept (für das es keine Ausarbeitung geben wird), könnte als Basis herhalten. Und vielleicht ist jener Beitrag auch am Ende irgendeine Art von Arbeitung, wenn nicht ins Aus, dann vielleicht ins Ein.

Um was geht es?
Namenstage. Punkt. Ich erzähle jetzt dazu nix, auch nicht von der Wertung, ob die mehr wertig ist als Geburtstage oder unwertiger erscheint. Wer mich liest, weiß, dass mir so etwas total veganwurst ist (denn ich bin ja ein Anhänger der Entstehungstagstheoriesache, siehe dazu einen Teil 1 und die #2 + den Rest schafft meine Suchfunktion oben rechts).  

Warum tippe ich darüber was?
"Weil ich heute Namenstag habe" wäre eine bodenlose Lüge, aber war vielleicht ein Anreiz, denn darin steckt doch noch eine Wahrheit. Um meine tatsächlichen Gedanken zu formen bedarf ich der (und einer erholsamen) Ausholung.
Als ich als Kind erstmals erfuhr, dass ich auch einen Namenstag hatte, war ich schwer enttäuscht, dass mein Namenstag nicht auf meinen Geburtstag fiel. Es war knapp, aber eben nur das und nichts anderes. Seinerzeit wusste ich selbstverständlich noch nichts über die materielle Manifestation menschlicher Schöpfungskraft bei einer Paarung zwischen zwei unterschiedlichen Geschlechtern. Ich denke zu glauben, dass ich damals 3 oder 4 Jahre alt war, nagelt mich bitte nicht fest, ich vertrage keine Nägel in Gliedmaßen oder anderswo an oder durch meinen Körper. Das hinterlässt am Ende nur Narben, aber ich will kein Kopfkino verursachen, obgleich ich es schon tat. HerjeSUSmine, verzeiht. 

Erklärungsfortsetzung (ohne ein quatschiges lat. quaestio dahinter)
Da war also ein junger Halbwegs-Kindergarten-Bub, der 0 Ahnung von den Hintergründen von Namenstagen hatte, aber doch einen Gedanken, der ihn bis zum heutigen Tage nicht so recht los ließ, nicht zu Unrecht. Meine Gedanken waren und sind immer einfach, aber schnell gefasst und für mich dann äußerst schlüssig. Ich wiederhole diesen Matrixsatz mit Nebensatz: So ein Namenstag macht nur Sinn, wenn er auf den gleichen Tag wie der Geburtstag fällt. D. h. praktisch gesehen: ein männlicher Nachkomme geboren z. B. am 03.05. heißt einfach Alexander, Jakob oder Philipp. Die Schreibweise wäre mir persönlich egal, ob gleich oder anders. Bittet mich jetzt aber nicht, diese Namen ins Weibliche zu formen (das ist euer Gedankenkino). 

Ich brauche eine Titelei! (mit Exklamationszeichen)
Nö, weder ich noch jemand anderer braucht Titel oder sonst welche Umstände, um Tage im Jahr auf Namen zu fixieren. Das kann man ausknobeln, nötigenfalls auslosen, eine Münze werfen... Damit ist man völlig außen vor, irgendetwas hineinzuinterpretieren. Das kann auch jedes Land für sich machen. Solche Gedanken interessieren mich aber nicht, weil das ja eine Ausarbeitung wäre, die uns nicht ins Thema bringt. 
Und genau jetzt fange ich an auf mein no name [...] Dingens Bezug zu nehmen. 
Dort habe ich was über und von Übergangsnamen geschrieben, Eigenzitat:

"Das Kind bekommt einen Übergangsnamen, der ihn später von mir aus auch als Mittelname eingesetzt wird, bis eben schließlich zu dem Zeitpunkt seiner eigenen Namenswahl."

Wer denkt jetzt für mich mit und macht daraus eine Sinnerfüllung ohne die rechtschreiblichen und grammatikalischen Defizite des komischen Zitats hervorzuheben? Anders gefragt: wer hat mitgedacht?

Niemand muss mehr Namen vergeben! 
Das wäre die einfache und richtige Schlussfolgerung, es sei denn ich habe falsch gedacht. Der Rest ist folglich Ausarbeitung, die mir nicht zusagt, weil ich mich ihr entsage. Darüber können sich andere die Köpfe zerbrechen, aber: ob sie danach noch denken können, weiß ich nicht. Man sagt ja, unser Gehirn soll auf dem Korpus sitzen oder eher ein Teil davon sein. Also ein Korpus ohne Kopf - oder eben mit zerbrochenem Haupt - wäre irgendwie gar nicht komisch, sondern ein erneut unschönes Kopfkino. Mein Textkorpus ist zumindest an dieser Stelle am Ende. Gedenken wir also (an) den Corpus Christi.
Und wer das nicht tun will, liest den holprigen Teil #1 (no name) [...].

"Wer seine Gedanken bestimmt, 
kann diesen Satz bestimmt selbst formend beenden."
(das ist irgendwie Unsinn, halb geklaut vielleicht)

PS: Das Mini-Stofftierchen hat weder hier noch bei no name² (^_~) einen Namen, dort auch keine Mütze. Es ist Frühling, nicht Winter. 

Donnerstag, 7. April 2016

Das fränkische Biergebot

Ver- oder bemerkenswert (Pt. 18)


"Kennst du das fränkische Biergebot?" 
"Freilich."
"Dann hast die Einladung bestimmt schon mal gehört.
Die kenne ich ein bisschen auswendig. 
Horch zu!" 

Der Pfad der Biertrinkenden ist beiderseits gesäumt
von leeren Krügen und schlecht gelaunten Schenkern.

Gesegnet sei der Braumeister, der im Namen des Reinheitsgebots
die Durstigen durch das Tal der Trockenheit geleitet.

Denn er ist der wahre Meister und Bewahrer,
und Retter der traditionellen Braukunst.

Und wenn ein Bierschenker ungerecht maß nimmt oder schlechtes Bier braut,
dann soll ihm die Vorhaut lang gezogen werden.

Auf dass jeder weiß, ich sei der wahre Meister der Bierbrauer,
und hau an jeden aufs Maul, der panscht.


(Timestamp)
Gefunden, verbessert und quasi 'gerebloggt' von dort
Alle fränkischen Teile von Pulp Fiction gibt es bestimmt da zu sehen.
Ein paar Randinfos aus der nordbayerischen Presse sind hier zu finden.

PS: Das Ding ist zwar relativ alt, dennoch ähnlich zeitlos wie es der gesprochener Bericht meines ersten Pulp Fictions werden wird; die/das/der steht bald oder irgendwann auf dem B-Blog bzw.:

... du bi gondinnjuud




! ! ! G R O S S E R  N A C H T R A G ! ! !


Das verlinkte Video sowie der Kanal an sich wurden im Laufe des heutigen Tages (12.04.2016) - also 5 Sonnenauf- und 4 untergänge nach diesem Posts - entfernt. Fragt mich nicht warum. Entweder ist mein Blog gefährlich (unter Beobachtung) oder der User selbst hat sich dazu entschlossen. Glücklicherweise habe ich die vertonten Aufnahme irgendwann mal legal gedownloaded und auf CD gebrannt, allerdings nur für meinen Hausgebrauch.
Wie auch immer, der Besucher dieses Blogposts wird zukünftig nicht mehr in den Genuss des gesprochenen Wortes dieses genialen fränkischen Biergebots kommen. Die Links an sich lasse ich der oder aus Faulheit wegen stehen. Entschuldigt bitte im Nachguss.
Mit einem Zitat aus dem Kopf ende ich den Nachtrag:  Verreckt ihr Schweine!

Mittwoch, 16. März 2016

no state²

Über- oder bedenkenswert (Pt.8b)

"Wir alle sind heimatlos."
(Gedanken des Bloggers)

Dieser Gedanke stimmt nicht ganz, treffender wäre: "Ich kenne niemanden, der es nicht ist".
Jedenfalls hatte der Kampf in meinem Kopf einen Sieger. Wer die Abhandlung #1 lesen möchte: no state - ist aber definitiv nicht nötig, denn ich setze hier ganz wo anders an. Dabei darf ich betonen, dass sich meine Aussagen fern ab von politischen Geplänkel bewegen werden. Wer darauf hoffte, darf abschalten. 

Die Eingangsfrage lautet daher: Wo ist deine Heimat?
Das klingt erst einmal ganz einfach. Die meisten werden es mit ihrem Wohnort in der Kindheit beantworten oder mit ihrem aktuellen Standort. Manche nennen vielleicht auch das Land, in dem sie gerade oder länger leb(t)en. So einfach soll es sich aber niemand machen. Denn hätte die Welt keine Grenzen, würde die letzte Antwort schon mal entfallen. Gehen wir weiter davon aus, dass die Menschheit strikt sesshaft lebt und es in aller Regel keinen Anlass für eine Umzug gäbe, dann wäre Antwort #1+2 die gleiche, also ein und derselbe Ort. Man wäre da geboren und würde da sterben. ABER - Moment, fragen wir mal weiter...

Wo bist du geboren?
Ist eigentlich auch ganz einfach. Ich gehe mal stark davon aus, dass die wenigsten solche Eltern haben/hatten, die sich für eine Hausgeburt entschieden. Folglich wären die meisten Antworten: im Krankenhaus oder im Taxi (^.^).
Aber auch hier entlasse ich niemand so einfach. Warum? Nun, fragen wir mal weiter.

Wo bist du gezeugt worden?
Jetzt wird es knifflich. Ich erwarte da nicht viele Antworten, obgleich die Frage immer noch leicht ist, beziehe ich mich doch hier nur auf die geschlechtliche Vereinigung, also den blanken Akt. Soll es noch schwerer werden?

Wann haben deine Eltern dich geplant?
Wenn sie es gar nicht taten, ist die Antwort schmerzlich einfach. Wenn aber doch, dann sieht es anders aus, sofern wir Samenbanken o. ä. Dinge außer Acht lassen. Und jetzt kommt der Brecher, festhalten.

Wo haben deine Eltern dich geplant?
Wenn wir nur die Personen nehmen, die natürlich gezeugt wurden, dann kommen hier wohl keine oder komische Antworten. Ehrlich gesagt, wäre das auch die erste Frage, wo ich mich vor dem Erinnerungsvermögen meiner Eltern beugen muss. 

Betrachten wir aber mal alles aus der rosa-roten Brille, aus einem absolut perfekten Umstand. Dies würde heißen, dass bis auf die "Wann"-Frage alle Antworten auf einen Mittelpunkt fallen. Und jetzt frage ich gerne nochmal: Wo ist deine Heimat? Oder soll ich lieber fragen: Hast du eine Heimat?

Betrachten wir es jetzt mal so, wie es in unserer moderne Welt üblich ist. Wenn Kinder geplant werden, dann ist der Ort meist nicht mehr ausmachbar, ebenso die Zeit; wo es stattfand bleibt ein Geheimnis, ist aber durchaus nicht unbekannt. Ja, und nur wenige Frauen gebären heute noch daheim, wobei hier in den letzten Jahren eine Tendenz läuft, die gefällt. 
Die Geschichte geht an dieser Stelle weiter, sie würde aber nicht gefallen. Denn viele Kinder bleiben ihrer so definierten Heimat nicht treu. Das hat heutzutage unterschiedliche Gründe, aber keiner wäre es wert überhaupt gedacht zu werden, wenn jeder eine Heimat nach meinem Gedankenspiel hätte. 


Angesichts des herrschenden Chaos auf unserer Welt, wünschte ich mir tatsächlich mal etwas, nämlich eine Person, die mit so einem Traum die Erdenbürger bewegt, ihnen Tür und Tor öffnet eine Heimat für alle Zeiten zu schaffen.

Montag, 17. August 2015

Zwei in Eins hoch Zwei - oder: ein verheirateter Tagessieger-Probedruck

Ver- oder bemerkenswert (Pt. 13c)


"Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist."
(NT, Lukas - 19,10 'Zachäus')

Dem guten und körperlich kleinen Zöllner Zachäus widme ich jenes Blogpöstchen, denn Jesus traf ihn an meinem Entstehungstag kurz bevor er seinen Einzug in Jerusalem mit dem Vertreiben der Händler vor dem Tempel besiegelte.

Es hadert mit mir, doch bin ich schon mittendrin, jenes schriftlich festzuhalten, obgleich ich doch nie eines sein werde: ein Tagesblogger. Weder hier noch sonst wo. Aber 5 Bildle und 3 Geschichtle sind mir diesen Ausrutscher schon mal wert, ist es doch nicht der erste seiner Art. 


Tagessieger blog.adelhaid.de
In umgekehrter Reihenfolge geht es los, denn es ging ENDLICH wieder los. Brot und Spiele zogen Tausende in die Stadien mit dem 25-30 mm hochgewachsenen Grün in der Mitte, die Glubscherchen fromm und so 90 Minütchen auf das zwischen minimal 4.050 und maximal 10.800 m² großem Spielfeld gerichtet. Selbstverständlich war ich NICHT dabei, weder direkt vor Ort noch mit den Äuglein am Televisionsgerät. Ich mache mir gewöhnlich meine eigenen Visionen, da brauche ich kein Kästchen für. Und manchmal mache ich die mir auch ohne zu Träumen. Das geht ganz einfach mit einer Idee. 
Und so bin ich auch in dieser Saison wieder bei der "Netzliga" am Start. Letztes Jahr waren es "Anonyme", dieses Jahr nimmt - und jetzt kommt die famose Idee - ein Team aus Spielern der Fußballbundesliga teil, die alle aus der Schweiz oder Österreich kommen. Wer jetzt rein gar nix versteht und sich lieber von der Polizei zum Bahnhof eskortieren lassen möchte, der kann das tun oder ein wenig fremdklicken. Das Spiel nennt sich auf jeden Fall "Manager Classic" und wird von kicker.de zur Verfügung gestellt.
Mein Team 2015
Das ganze Dingens ist aber auch einfach erklärt. Du stellst eine Mannschaft zusammen und lässt sie spielen. Je nachdem, wie sie das tun, machst du Plus- oder Minuspunkte. Du kannst das ganz für dich alleine tun oder einer Liga anschließen bzw. selbst eine gründen. Ich spiele eben in der Liga der Blogger, laufende Saison #2.
So ganz ernst nehme ich das natürlich nicht, eher das Gegenteil ist der Fall. Und trotzdem wurde ich schon ein paar Mal Tagessieger (Beispiel) und wurde es just an diesem Wochenende wieder (Link zum Bild #2 v. o.). Ein Hoch auf alle Schweizer und Österreicher!
Und wer jetzt durch mein Gefasel ganz viel Lust hat noch einzusteigen, das geht sogar noch am letzten Spieltag. 

Geschichtle #2 ist auch wieder so eine Sache, die mir schon mal widerfahren ist (siehe "All Good Things"). Es gibt ja Menschen, die sehr gerne den erfundenen Monogamismus leben. Ich finde das auch toll und lobenswert - sieht man ja im Tierreich auch ganz oft [sic] - auch wenn es nicht so mein Ding ist. Darauf möchte ich aber an dieser Stelle nicht genauer eingehen, denn ich habe auf meinem NotizblockG noch so ein kleines Pünktlein, dass ich mal angehen will (Strg+F "Monogamie").
Gegangen bin ich auch mal wieder mit den Hündlein - und 'ezerdla' kommt's - zum Fußball, zum Zuschauen. Aber nicht in so ein Mörderstadium, in dem 50.000 oder mehr Leutle reingehen. Ich ging, wie ich es schon seit über 8 Jahren tue, zu einem hübschen Örtchen, wo ich guten Fußball für lau und ohne Fernglas sehen kann + Hunde kein Eintrittsverbot haben. Die Mannschaft ist auch voll gut geworden, regional aktuell sogar die Beste (m.M.n.), und auch der Verein ist voll in Ordnung, sonst wäre ich da nicht seit Jahren Trainer [Das kann man auf meiner HP nachlesen (oder da)].
Jedenfalls war ich grad so zu Fuß dorthin unterwegs, als mich zwischen Brombeerstrauch und Maisfeld ein rotes Ballonherzchen anzwinkerte. Daran war ein Karte an einer Schnur befestigt, die man oben (Ausschnitt Vorderseite) und links (Rückseite) sehen kann. Die Luftpost des jungen Ehepaars war auch voll weit unterwegs - über 100 Kilometer! Ein bisserl durchnässt war sie (die Karte), aber lesbar und daher werde ich mich mal die nächsten Tage dazu bequemen der Braut und dem Bräutigam ein paar nette Wörtchen zu schreiben. Briefkuvert und Postwertmarke liegen schon bereit.

Zu guter Letzt kommen wir zum Beginn des zurückliegenden Wochenendes. Auch da kam was zu mir. Aus einem Auto mit dem Stadtkennzeichen "BN", also der ehemaligen Landeshauptstadt Bonn. Das Auto war überwiegend in der Farbe Gelb gehalten, ein wenig Schwarz war auch bei, das ein Hörnchen zeigte. Auch der Fahrer war so gekleidet.
HURRA, die Post war da! Geblieben ist sie er nicht, aber gelassen hat mir der nette Mann in meinen Briefkästchen was. Ein kleines, auf chlorfrei gebleichtem Papier gedrucktes und zusammengebundenes Werklein - mein Probedruck und gleichzeitig Korrektorat-Exemplar für mein demnächst erscheinendes Büchlein namens "Menschentod - Fliegenleben". Eigentlich sind es ja zwei Bücher, das ist der Jux daran. Vielleicht kann man es am Bild hier (oder da) erkennen. Man muss das Buch drehen. 
Im Grunde liest man da aber wirklich nichts Neues aus meiner Hand, aber man kann die Dinge dann eben auch mal Offline lesen. Das ist zum einen für mich wichtig, zum anderen für alle, die es so mögen + für alle, die nach mir kommen. Eigentlich wollte ich ja meine "Okkulte Fliege" neu rausbringen, aber auch hier kam mir eine Idee dazwischen. Nachdem ich endlich alle Fehler ausgebessert hatte (seit über einem Jahr überfällig), gefiel mir der grundlegende Stil nicht. Das ganze Buch neu aufzulegen wäre viel zu viel Arbeit gewesen. Daher entschied ich mich nur eine Geschichte herauszunehmen und sie - weil passend, aber doch für sich alleine okay -, in das schon angedachte Werk aufzunehmen.
Meine Deadline für das Buch wäre die 36. Jährung meines Entstehungstag, konkret: der 23. August. Das werde ich aber nicht schaffen. Trotzdem bleibt jener Termin für dieses Gewinnspiel offen.

So, und jetzt bin ich fertig. Freilich ist noch mehr passiert an diesem Wochenende, aber Minigolf spielen auf einer Steinanlage wäre jetzt nicht so der Burner für ein Geschichtle #4, obgleich es lustig war. Ich habe nämlich nur mit Links gespielt, um den anderen eine Chance zu lassen. ^^
Lassen wir also lieber wieder den Lukas zu Wort kommen, Was sagt uns da das Neue Testament...?


"Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien."
(NT, Lukas 19,40)